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Telebörse
150 Seiten Power-Infos jede Woche
Wenn die Finanzexperten von n-tv, die vielleicht eine der besten Fernsehsendungen über das Börsengeschehen produzieren, ihr Wissen und ihre Empfehlungen auf Papierform bringen, muss einfach eine gute Zeitschrift herauskommen.
Die Telebörse, die es wöchentlich für ca. 2,50 € am Kiosk gibt, hat in der Tat das Zeug, Deutschlands beste und verbreiteste Finanzzeitschrift zu werden. Um es gleich vorweg zu sagen, in der Telebörse geht es nicht alleine um Aktien, Firmen und Optionsscheine; für Anleger, die ein hohes Risiko scheuen, gibt es auch wertvolle Tipps über konservative Geldanlagen wie z.B. das altbewährte Sparbuch.
Die Zeitschrift ist super strukturiert; wer sie einmal gelesen hat, weiss sofort über das Konzept, welches dahinter steckt, Bescheid. Die Gesamtgliederung in Artikel für Anleger, die entweder 10%, 20%, 50% oder 100% Gewinn erreichen wollen und für das entsprechende Risiko auch geradestehen, ist einmalig. In jeder Ausgabe werden einige Firmen ausführlich beschrieben und analysiert. Sehr hilfreich finde ich die Spalten mit Kurzbeschreibungen und -analysen zu einzelnen Titeln, egal ob Neuemissionen oder Standardwerte.
Für wen ist die gedruckte Telebörse das Richtige? Sicher nicht für professionelle oder semiprofessionelle Anleger, die Millionen im Depot haben; die lesen wahrscheinlich eher das Handelsblatt oder die Financial Times. Für Kleinanleger, die nicht allzu tief ins Börsengeschehen eindringen möchten und die nur gelegentlich mal ein paar Anlagetipps brauchen, ist die Zeitschrift zu umfangreich. Für solche empfiehlt sich eher die Telebörse im Fernsehen oder der Effektenspiegel.
Die gedruckte Telebörse ist ideal geeignet für all diejenigen, die sich gerne mit Wirtschaft und Finanzen beschäftigen, jedoch keine professionellen Kriterien für die Analyse einzelner Werte verwenden, und dennoch genügend Zeit finden, Firmenprotraits zu lesen und sich so eine Meinung über den Titel zu bilden. Für die wöchentliche Lektüre der Zeitschrift benötigt man etliche Stunden Zeit, was sich zwar sicher ausbezahlt, jedoch nicht jedermanns Sache ist.
Im Jahr 2002 ging es so stark bergab mit Wertpapieren, dass zahlreiche Finanzzeitschriften in den Abwärtssog mitgerissen wurden. Die Telebörse gehörte auch dazu. Im Juni 2002 erschien die letzte Ausgabe.
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Copyright: Patrick Wagner, www.patrickwagner.de
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