Euro am Sonntag - die Sonntagsfinanzzeitung
Die BILD auf dem Finanzmarkt
Ich bin mir sicher, dass viele von der Zeitschrift "EURO am Sonntag" noch nie etwas gehört haben und sich im besten Falle an ganzseitige Werbungen in diversen Tageszeitungen oder Finanzblättern erinnern können.
Die "EURO am Sonntag" erscheint wöchentlich und wie der Name schon sagt am Sonntag. Die Idee, eine Finanzzeitung sonntags herauszubringen ist eigentlich sehr begrüßenswert. Schließlich hat man dadurch einen Überblick über die gesamte Woche, die Schlusskurse von einer Woche, schöne Barcharts wochenweise, und nicht zu guter Letzt eine nette Lektüre für einen ruhigen Sonntag. "EURO am Sonntag" wird einem wirklich sonntag morgens ans Haus geliefert.
Mit knapp 2 Euro pro Exemplar ist die Zeitschrift deutlich günstiger als andere Börsenzeitschriften. Ich tue mich allerdings schwer, zu entscheiden, ob es sich bei der "EURO am Sonntag" um eine Zeitschrift oder eine Zeitung handelt. Alleine das Format und das Papier erinnert mehr an eine Tageszeitung als an ein Magazin.
Der Kursteil der Zeitschrift ist sehr gut und umfangreich. Dank des größeren Formats der Zeitschrift ist auch mehr Platz für die Kurstabellen. Man findet sich sehr leicht zurecht, egal ob man an Aktien, Optionsscheinen oder Wertpapierfonds interessiert ist.
Wer viel Lob kassiert, muss auch mit Kritik zurechtkommen. So gut und hilfreich mir die Artikel und Analysen sind so unseriös erscheint die ganze Aufmachung des Magazins. 5-10 cm hohe Überschriften erinnern mich stark an ein ganz bestimmtes Tagesblatt - ihr wißt schon, was ich meine. Kunterbunte Seiten, Überschriften und Charts erinnern mich auch eine ganz bestimmte Gattung von Zeitschriften - auch hier ist klar, was ich meine, oder? Ich bin kein Feind von farblicher Darstellung. Wer Farbe ins Spiel bringt, um besser zu strukturieren, ist mir sehr willkommen. Kommt jedoch zu viel Farbe ins Spiel, und man nicht mehr erkennen kann, was welche Farbe eigentlich hervorheben will, wird's mir einfach zu bunt.
Mein Fazit: Hinter der "EURO am Sonntag" steckt ein sehr gutes Konzept. Ich meine, es gibt keinen besseren Erscheinungstag für eine Finanzzeitschrift als Sonntags. Die Aufmachung der Zeitschrift rückt diese jedoch zu sehr in den Boulevard-Bereich und ist für stockseriöse Themen wie Wirtschaft und Börse ungeeignet. Deshalb gibt es von mir für die "EURO am Sonntag" keine Kaufempfehlung. Bleibt mir abschließend die Frage, was der Name "EURO" eigentlich soll; von Euro oder Europa ist da nämlich keine Spur.
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